Wefelow (Wlewo)

Das alte Gut wird heute wie damals (wieder) mit Pferdezucht bewirtschaftet. Die Anlage scheint modern und gut ausgestattet!

Die alten Gebäude sind teilweise betrieblich genutzt und die Wohnhäuser scheinen alle bewohnt und teilweise renoviert.

In Wefelow genießt man Ruhe, den Blick auf den aufgestauten See und Kaffee bei Freunden! Danke für Eure Gastfreundschaft!

   
    
    
 
Das alte Gutshaus von allen Seiten – sehr aufwändig restauriert!

   
    
Hinter dem Gutshaus nur noch Wiesen und Weiden.

    
    
    
    
    
   

Zwei letzte Gräber in Groß Justin (Gostyn)

Wir waren bei Wanda in Groß Justin (unsere gute Seele, die beim ersten Besuch vom Priester empfohlen wurde und so toll geholfen hat) um uns zu verabschieden und ihr nochmals für ihre große Hilfe zu danken. Es war erneut ein sehr nettes Gespräch mit ihr und sie hat sich viel Zeit für uns genommen.

Im Gespräch erzählt sie uns von den anderen Friedhöfen in Groß-Justin. Einen soll es an der Straße nach Schwirsen (Swierzno) gegeben haben. Links der Straße in einem Kastanienwald. Zumindest soll er kurz nach dem Krieg noch dort gewesen sein. Leider konnten wir ihn nicht finden (wohl aber die Kastanien).

Der zweite war der der alten evangelischen Kirche. Leider bestätigt sich die Geschichte, dass ein Grundstückskäufer diesen hat ausbaggern lassen und die Gebeine vermutlich in Pobierowo auf einer Müllkippe wieder gefunden wurden. Alte Steine soll es dort schon länger nicht mehr gegeben haben.

Das Bauvorhaben ruht nicht nur wegen der Anzeige bei der Polizei sondern auch auf Drängen der Bürger von Groß Justin.

Das Grundstück ist seit 2010 daher brach liegend.

   
    
 
Da die alte Kirche auf einer Art Wall stand, befindet sich noch sehr viel Erdreich auf dem nicht kleinen Grundstück.

Von den Verstorbenen wurden Gebeine auf den Friedhof von Groß Justin umgebettet. Zwei kleine unscheinbare Gräber, die wir beim ersten Besuch des Friedhofes glattweg übersehen hatten.

Erst mit dem Hinweis von Wanda haben wir die gefunden.

Betritt man den Fruedhof vom Parkplatz und nicht vom Kirchhof aus gleich rechts am Zaun.

   
 
Offenbar hatten andere vor uns auch den Hinweis, Glück beim Suchen oder Ortsansässige haben den Gräbern in den letzten Jahren Schmuck zukommen lassen.

Freilich, ein wenig Pflege könnten sie schon noch vertragen!

Und so haben wir am letzten Abend um neun Uhr den Unbekannten Toten – vielleicht sogar den eigenen Ahnen – noch ein wenig Ehre erwiesen und sauber gemacht.

Eine Harke gab es am Friedhof, Kerzen hatten wir ohnehin für alle Fälle dabei ebenso wie Arbeitshandschuhe. Tja und für den Rest mussten die Hände her.

    

  

   
 

Tressin (Trzeszyn), Groß Zapplin (Czaplin Wielki), Klein Zapplin (Czaplin Maly), Wangerin (Wegorzyn) und Gumtow (Chometowo)

Unsere letzte große Rundfahrt galt fünf kleineren Dörfern in denen meine Ahnen früher lebten und arbeiteten. Die Zeitspanne langt hier je nach Dorf allerdings von fast 1700 bis 1900 !

Angefangen haben wir in Tressin. Das Dorf wirkt beim Hineinfahren sofort einladend. Nicht nur dass es bewohntes Storchennest gibt, auch die Bewohner waren sehr freundlich zugewandt!

Wir wurden auch gleich gefragt, nach welcher Familie wir suchen und in welchem Haus Sie gelebt haben. Leider kenne ich ja keine Hausnummer und so haben wir nur ein wenig geplaudert.

Das alte Schulgebäude wurde neuerlich abgerissen. Im Dorf gab es nicht genug Nachwuchs. 

Einige alte Hofnamenstafeln mit Jahreszahl sind sogar erhalten geblieben:

R.K. 1936

W.P. 1934

Auch ansonsten war der ganze Ort so wunderhübsch gepflegt!

   
    
    
    
    
 

Von dort ging es nach Wangerin, dem Geburtsort meines Urgrossvaters.

Was immer dieser Ort mal geboten haben mag – Heute ist er eine Mixtur aus teils ruinösen alten Gebäuden und baulich nicht viel besser erhaltenen kleinen Beton-Klötzchen.

Das war nach dem schönen Tressin ein ganz ordentlicher Kontrast!

Wir haben den Besuch kurz gehalten und die am ehesten einen Eindruck „von früher“ vermittelnden Gebäude fotografiert.

   
   
Weiter ging es nach Groß Zapplin. 

Hier findet sich am Ortseingang ein Kirchenbeubau, neben dem ein altes Kriegsgefallenendenkmal steht sowie einige wenig, offenbar zurück platzierte, alte Grabsteine.

   
    
 
Die Inschriften des alten Denkmals wurden leider „neutralisiert“.

   
    
   
Auch dieser kleine Ort wirkt als Dorfgemeinschaft sehr freundlich.

Klein Zapplin hingegen ist „wirklich klein“. Die Einfahrt ist geprägt von einem großen älteren Wirtschaftsgebäude. Einige der älteren Häuser sind aufwändig restauriert.

   
  

   
Schließlich ging es nach Gumtow – in unseren Augen ein Kleinod!

Größtenteils toll gemachte Häuser (bis auf einige offenkundige Leerstände) und ein schöner Dorfteich. Irgendwie konnte man sich Dorfleben hier vorstellen. 

Ein altes Denkmal ist auch erhalten geblieben! Die Namen habe ich abfotografiert und werde sie beizeiten Verschriften.

   
    
    
    
Alte Firmeninschrift-Lesehilfe ist gerne willkommen!

    
    
    
    
  
Wir haben alle Wegpunkte der historischen Pommernreise geschafft bis auf Deep! Was für eine Leistung.

Darauf haben wir schlussendlich angestoßen.

   

Bernstein!

Beim Strandspaziergang fiel Arne plötzlich ein funkelnder Stein ins Auge – Bernstein! 

Das weckte natürlich unseren Suchsinn und so haben wir von Pustchow bis Hoff und zurück den Strand abgesucht.

Da wir ja keinen Kennerblick haben, musste uns Google ein Prüfverfahren für die Strine liefern.

Zwei Süßwasser-und Salzwassertests später wissen wir: wir haben 17 Bernsteine gefunden. Keine Riesen, aber sehr hübsche. Die Größten sind ungefähr so groß wie Sonnenblumenkerne.