Groß Justin die erste, zweite und …

Von Opa bzw einem seiner Jugendfreunde wussten wir, dass er bei einem Besuch Mitte der 90er in Justin an seinem alten Zimmer war. Die netten Keute hatten alle seine Sachen aufbewahrt und wollten sie ihm mit geben, was wegen des beengten Fahrzeuges mit dem er da war, leider nicht ging.

So wurde vereinbart, er könne das später abholen oder jemanden schicken.

Nun, 20 Jahre später wollten wir unser Glück versuchen, ob es die Sachen noch irgendwo gäbe.

Mit einer Übersetzung eines „Bettelbriefes“ zu Informationen über unseren Opa ins Polnische haben wir uns auf nach Groß-Justin gemacht. 

Eine ältere Frau haben wir auf der Straße angesprochen, aber sind nicht weiter gekommen. Im örtlichen „Sklep“ (kleiner Laden) durften wir den Zettel aufhängen.

Die Kirche war zu, aber auf dem Friedhof fanden wir einen Abraum-Berg, oben auf: alte deutsche Grabsteine und zu Oberst: Familie Stark! 

Wir wollen versuchen, in den nächsten Tagen einige Steine lesbar zu machen.

   
    
    
   
Dann setzte strömender Regen ein – nicht gut, um Passanten zu befragen.

Wir brauchten mehr Kopien, um diese ggf. in Briefkästen zu werfen oder auszuhängen.

Rafael wusste Hilfe und so konnten wir dank seiner telefonischen Vorankündigung in einem Hotel in Horst kopieren.

Da wir nun schon so weit ostwärts zum Kopieren waren, haben wir gleich einen Schwenk über Zedlin gemacht.

Ganz ruhig lag es da, mit einem wunderbaren Dorfplatz.

   
    
    
    
    
    
 
Eigentlich wollten wir von dort nach Groß Zaplin, aaaaber: das Navi kannte die Kurzstrecke nicht und die Bundesstraße nach Kammin über die das Navi wollte, war gesperrt. Zu allem Übel regnete es sich langsam ein.

Also sind wir mit den Kopien zurück nach Groß Justin, denn wir wollten zum Sonntag unbedingt noch ein Exemplar an der Kirche aushängen.

Ein Exemplar an den örtlichen „Aushang-Baum“, eines an den zweiten Einkaufsmarkt, eines an die Bushaltestelle, eines an die Kirchenaushangwand.

Und: wir treffen den Priester! Was für ein Glück. Nicht nur, dass er wahnsinnig freundlich und lebendig war, er kannte vor allen Dingen

A) die alte Schmiede und

B) jemanden im Ort, der gut Deutsch spricht, und uns helfen würde

Also sind wir zu unserer neuen Helferin namens Wanda, haben ihr alles erklärt und ja tatsächlich ist sie mit uns zur Schmiede gegangen.

Die neuen Bewohner waren sehr freundlich und hilfsbereit und man hat extra noch die alte Oma der Familie hinzu geholt. Von einer Kiste mit Sachen meines Opas die Mitte der 90er dort noch für ihn aufbewahrt wurde und auf Abholung warte, wusste man aber leider auch nichts.

Von einer Nachfahrin der Gutsherren Von Brockhusen wusste ich zudem noch, dass die beiden bekannten Schmiede im Dorf und am Gut beide nicht „Wilhelm STARK“ hießen. Und nun erzählen die Damen, dass es noch so eine Art Werkstatt gab, in der auch geschmiedet wurde. Gar nicht weit!

Aber wir sollten zur Sicherheit vorher noch mal den ganzen Schmiedehof fotografieren, schließlich wüsste man nicht, was wir noch herausfinden würden!

   
    
   
Unsere Helferin Wanda ist mit und auch noch zur alten Werkstatt gelaufen. 

Das Haus ist komplett renoviert, das Dach aufgestockt in jüngerer Zeit. Wenn dort noch etwas war, dürfte es jetzt fort sein…

 Lage der alten Werkstatt in Groß Justin



Wanda war so lieb zu uns! Wir haben uns noch lange unterhalten, Adressen ausgetauscht und eine Einladung auf Kaffee und den nächsten Urlaub bei ihr am Hof erhalten. Ich freue mich auf den Briefwechsel.

Sie will sich auch noch mal im Ort umhören und dem örtlichen Facebook- und Geschichtsverwalter meine Erreichbarkeit geben. Mehr als man erwarten darf.

Von ihr haben wir übrigens auch erfahren, dass der Grabsteinberg auf dem Friedhof bestimmt schon seit 20 Jahren so liegt!

Sie kennt übrigens auch noch nachkommen der Familie Fährmann/Fehring. Und Bruss/Brutz/Buth (sehr undeutlich gesprochen) haben früher in ihrem Haus gewohnt

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